Kidney Week 2025: New Research in Preserving Kidney Function
Auf der jährlichen Kidney Week der American Society of Nephrologists (ASN), der weltweit größten Fachorganisation für Nierengesundheit, wurden neue Fortschritte in der Forschung vorgestellt. Über 35 Millionen Dollar wurden in die Forschung mit der ASN investiert, und es befinden sich zahlreiche Therapien für IgA-Nephropathie (IgAN) in der Entwicklung, wobei Forscher mehr als 20 verschiedene Medikamente aktiv untersuchen.
Die Immunglobulin-A-Nephropathie (IgAN) ist eine lebenslange, fortschreitende Autoimmunerkrankung der Nieren, die häufig bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 30 Jahren diagnostiziert wird. Das Fortschreiten der Erkrankung kann unterschiedlich sein: Bei manchen Patienten kommt es zu einer Remission, während andere schnell eine Dialyse oder eine Nierentransplantation benötigen. Faktoren wie Bluthochdruck, anhaltender Eiweißgehalt und Blut im Urin stehen mit dem Fortschreiten der Erkrankung in Zusammenhang. Da das Ziel der Behandlung darin besteht, Bluthochdruck und Eiweiß- und/oder Blutgehalt im Urin zu senken, werden diese Faktoren von den Forschern bewertet, um die Wirksamkeit eines Prüfpräparats nachzuweisen.
In diesen Studien erhalten die Teilnehmer Prüfpräparate und werden auf Eiweiß und Blut im Urin überwacht. Bislang sind die Ergebnisse dieser Studien positiv: Es wurde eine signifikante Verringerung von Eiweiß und Blut im Urin festgestellt, was darauf hindeutet, dass das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt wurde. In einigen Studien hielt die Verringerung auch nach Verabreichung der letzten Dosis des Prüfpräparats an die weiterhin teilnehmenden Patienten an. Während der gesamten Dauer dieser Studien wurden alle Teilnehmer auch hinsichtlich ihrer Sicherheit und Nebenwirkungen überwacht.
Diese neuen experimentellen Therapien zielen auf die zugrunde liegenden Ursachen der IgAN ab und wirken auf die frühen Auslöser der Krankheitsaktivität. Da IgAN eine stark fortschreitende, aber „stille“ Erkrankung ist, die ohne offensichtliche Symptome im Frühstadium durch Blut- und Urintests festgestellt wird, weisen viele Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose bereits eine gewisse Nierenschädigung auf. Durch eine wirksame Behandlung im Frühstadium kann das Risiko eines Nierenversagens – und die Notwendigkeit einer Dialyse oder Transplantation – vermieden werden.
Sources:
Pressemitteilung von Takeda: Y. Cui et al. Umfassende Analyse der Registrierung klinischer Studien zur Behandlung der IgA-Nephropathie auf ClinicalTrials.gov. RENAL FAILURE 2022; 44 (1):461–472. https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2025/new-data-mezagitamab/
Coppo R, D'Amico G. Faktoren, die das Fortschreiten von IgA-Nephropathien vorhersagen. J Nephrol. September-Oktober 2005; 18(5):503-12. PMID: 16299675.