Updates from ASH 2020: Advances in the Understanding and Treatment of Blood Diseases

Die American Society of Hematology (ASH) ist die weltweit größte Fachorganisation, die sich für die Bekämpfung von Blutkrankheiten einsetzt. Die ASH ist ein globales Netzwerk von Wissenschaftlern und Klinikern, die sich der Förderung des Verständnisses, der Diagnose, der Behandlung und der Prävention von Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarks sowie des Immun-, Hämostase- und Gefäßsystems widmen. 

Jedes Jahr präsentieren Forscher auf der ASH-Jahrestagung im Dezember die neuesten Erkenntnisse. Hier finden Sie einige kurze Updates, die veranschaulichen, wie ASH-Mitglieder daran arbeiten, das Verständnis und die Behandlung von Blutkrankheiten voranzubringen. Diese wurden kürzlich auf der Jahrestagung im Dezember vorgestellt. 

 

Beeinflusst Ihre Blutgruppe Ihr Blutungsrisiko?

Menschen, die unter unerklärlichen Blutungen leiden, haben laut einer kürzlich in der Fachzeitschrift „Blood Advances“ veröffentlichten Studie häufiger die Blutgruppe O als Menschen, die keine unerklärlichen Blutungen haben. Blood Advancesveröffentlicht wurden. Die Studie zeigte auch, dass Menschen mit Blutgruppe O schwerere Blutungssymptome haben als Menschen mit anderen Blutgruppen. 

 Die Studie untersuchte 422 Patienten mit einer Blutungsstörung unbekannter Ursache und gruppierte sie nach Blutgruppe. Durch den Vergleich der Anzahl der Personen mit Blutgruppe O unter den Studienteilnehmern mit 23.145 gesunden Blutspendern stellten die Forscher fest, dass Menschen mit ungeklärten Blutungen häufiger zur Blutgruppe O gehörten als zu einer Nicht-O-Gruppe. 

Warum es Unterschiede in der Schwere der Blutungen zwischen den Blutgruppen gibt, ist nach wie vor unbekannt. Zwar ist bekannt, dass Menschen mit Blutgruppe O einen niedrigeren Spiegel des Von-Willebrand-Faktors (VWF) aufweisen, einem für die ordnungsgemäße Blutgerinnung wichtigen Blutprotein, doch erklärt dies nicht die in der Studie festgestellten Unterschiede. Die Forscher fordern weitere Untersuchungen, um die Gründe für die erhöhte Blutungsneigung bei Menschen mit Blutgruppe O aufzuklären.  

Referenz

Mehic D, Hofer S, Jungbauer C, et al. Zusammenhang zwischen ABO-Blutgruppe und Schweregrad der Blutung bei Patienten mit Blutungen unbekannter Ursache. Blood Adv. 2020;4(20):5157-64.

 

Technologietransfer macht neue Therapien in der Hämatologie verfügbar

Jeder Durchbruch in der Behandlung seltener Krankheiten beginnt mit einer Entdeckung. Oftmals fehlen den Forschern, die diese Entdeckungen machen, jedoch die Mittel, um potenzielle neue Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Im Bereich der Hämatologie ändert sich diese Situation derzeit, da Technologietransfer – die Kommerzialisierung staatlich finanzierter wissenschaftlicher Entdeckungen – immer häufiger wird. 

Im Jahr 1980 verabschiedete die US-Regierung das Gesetz zur Änderung des Patent- und Markengesetzes (auch bekannt als Bayh-Dole-Gesetz, da es von den Senatoren Birch Bayh aus Indiana und Bob Dole aus Kansas eingebracht wurde). Die neue Gesetzgebung, die die Entwicklung von Arzneimitteln fördern sollte, gab akademischen Forschern die Möglichkeit, ihre eigenen, mit Bundesmitteln finanzierten Entdeckungen zu patentieren und zu vermarkten, anstatt sie an die Regierung abzugeben. Infolgedessen konnten Forscher Partnerschaften mit Biopharmaunternehmen eingehen, um ihre bahnbrechenden Entdeckungen auf den Markt zu bringen. Einige Universitätsforscher gründeten sogar ihre eigenen Start-ups, um Patienten, die sie benötigten, neue Behandlungsmethoden zur Verfügung zu stellen. 

Vierzig Jahre später ist der Technologietransfer nach wie vor stark. Im Bereich der Hämatologie hat die staatlich finanzierte Forschung zur Einführung von Medikamenten wie Obizur Antihemophilic Factor und Gleevec (Imatinib) für chronische myeloische Leukämie geführt. Im Laufe der Jahre haben solche Erfolgsgeschichten des Technologietransfers nicht nur neue Behandlungsmethoden hervorgebracht, sondern auch dazu beigetragen, die öffentliche Wahrnehmung des Wertes staatlich geförderter medizinischer Forschung zu verändern. 


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Evelyn Leigh

Evelyn is a medical marketing writer and editor with more than 25 years of experience creating promotional and educational materials for healthcare professionals and the public. With a diverse background in pharmaceutical advertising and natural products consulting, she understands the clinical and regulatory issues surrounding drug marketing and prescribing, patient education and engagement.

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